Ich bin Andreas Ginger von format.12 – Dein Coach für ein Leben voller Ressourcen.

In meiner Morgenroutine habe ich Dir 12 Module vorgestellt. Im neunten Modul geht es nun um das Training Deiner Veränderungsfähigkeit.

Wir Menschen agieren die meiste Zeit im Autopilot-Modus – beim Gehen, Essen, Sprechen, Schreiben, beim Arbeiten, Atmen, beim Nicht-Zuhören – allgemein beim Denken, Fühlen und Handeln.

Schoppenhauer sagte: „Der Mensch kann zwar tun, was er will, er kann jedoch nicht wollen, was er will.“ Das heißt, wir können unsere innere Struktur nicht ändern, jedoch können wir verhindern, dass sie, ohne dass es uns bewusst ist, auf Autopilot schaltet und dadurch unser Verhalten steuert. Dazu ist es sehr förderlich, wenn wir unserem System mehr Optionen gewähren.

Was meine ich konkret damit:

Weit über 90 % unseres Verhaltens wird basierend auf unseren Erfahrungen und Strategien automatisiert ausgeführt. Das Funktionieren auf Autopilot hat für unser Gehirn energetisch gesehen große Vorteile. Außerdem sind diese Automatismen extrem schnell.

Dieser Autopilot in unserem System bedient sich der Heuristiken, die schnell und ressourcensparend sind. Heuristiken sind verkürzte kognitive Operationen, mit deren Hilfe Entscheidungen gemacht werden, ohne komplizierte und vergleichsweise langwierige Algorithmen einsetzen zu müssen. Der Vorteil der Heuristiken liegt darin, dass sie ressourcensparend sind und zu Schlussfolgerungen führen, die in den meisten Lebenssituationen auch bei wenig vorliegenden Informatinen eine hinreichende Güte besitzen. Auch unsere Entscheidungen treffen wir häufig auf Basis unserer individuellen Heuristiken, die mit der Realität oder Wahrheit oft nichts zu tun haben.

Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass gerade in komplexen und dynamischen Situationen voreilige und systematisch verzerrte Schlüsse gezogen werden, die besonders unerwünscht sind, wenn es um Entscheidungen von großer Tragweite geht.

Auch unsere emotionalen Zustände und Reaktionen sind meistens automatisiert und eingeschränkt. Durch Untersuchungen wissen wir, dass die meisten Menschen weniger als 10 Emotionen im Laufe einer Woche erleben und somit nicht adäquat auf diese komplexe und dynamische Welt reagieren.

Zusammengefasst – das Gehirn strebt nach Ressourcen-Schonung und Geschwindigkeit, um zu überleben. Dieses Streben nach Ressourcen-Schonung nennen wir Komfortzone, in der keine Veränderung und kein Lernen stattfindet.

Durch das bewusste Wählen „eines anderen Weges“ im Alltag trainieren wir das Verlassen der Komfortzone, so dass es uns sowohl in den Alltagssituationen als auch in den Krisen leichter fällt, die eingetretenen Pfade zu verlassen, Neues schnell zu lernen und sich damit der jeweiligen Situation anzupassen – sowohl körperlich, mental als auch emotional. Das steigert unsere Neuroplastizität, die ich schon häufig in den vorigen Modulen erwähnt habe.

Hier ein paar weitere Beispiele:

Insbesondere möchte an dieser Stelle auf unsere Abhängigkeit vom Smartphone und anderen Devices wie Alexa oder Navi hinweisen. In den letzten 14 Jahren hat unsere Fähigkeit, eigenständige und gute Entscheidungen zu treffen, dramatisch nachgelassen. Wie das Wetter sein wird, was wir essen, wie wir von A nach B kommen, welcher Partner oder Job zu uns passt – diese Entscheidung treffen oder beeinflussen stark Google, Facebook und Co.

Daher hier noch ein paar analoge Empfehlungen:

Denn manchmal dürfen wir Gewohnheiten brechen, um neue und bessere Gewohnheiten zu schaffen!

Ich bin Andreas Ginger von format.12 – Dein Coach für ein Leben voller Ressourcen.

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